© Chris Tobin, WBGO
Rückblick:
Mittwoch, 15. April 2026
Dr. Hoch’s Konservatorium
Clara Schumann Saal
The Ted Rosenthal Songbook – Musik aus „Dear Erich“The Ted Rosenthal Songbook – Musik aus „Dear Erich“
„DEAR ERICH“ ist eine Jazz-Oper des US-Pianisten und Komponisten Ted Rosenthal. Sie wurde von der New York Opera in Auftrag gegeben und 2019 am Museum of Jewish Heritage in New York City uraufgeführt. Inspiriert wurde das Stück von 200 Briefen, die Ted Rosenthals Großmutter Herta in den Jahren 1938 bis 1941 aus Deutschland an ihren Sohn Erich schrieb, der in die USA fliehen konnte. 2015 ergriff Ted Rosenthal die Gelegenheit, diese Briefe übersetzen zu lassen und erfuhr so erst nach dem Tod seines Vaters Details über das Schicksal seiner Familie im nationalsozialistischen Deutschland. In der Jazz-Oper „Dear Erich“ hat er mit höchstem Gespür für die Charaktere und das Geschehen die Ereignisse und Situationen vertont. Er beleuchtet damit das Schicksal seiner Familie sowie den allgemeinen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontext des Nationalsozialismus und behandelt die Erfahrung des Holocaust.
Im Konzert spielt Ted Rosenthal im Trio mit Martin Gjakonovski und Berthold Möller Bearbeitungen von Stücken aus „Dear Erich“, die ebenfalls Teil des aktuellen Albums „The Ted Rosenthal Songbook“ sind. Er erläutert dazu den autobiografischen Hintergrund sowie den historischen Hergang der Handlung.
Ted Rosenthal aus New York City zählt zu den international angesehensten Jazz-Pianisten, Komponisten und Arrangeuren seiner Generation. Die Los Angeles Times beschreibt ihn als „Pianisten von seltenen Fähigkeiten“. Er verfügt über 20 Alben als Bandleader, wurde für einen Grammy nominiert und gewann den hochdekorierten Thelonious Monk International Jazz Piano Wettbewerb. Sein Schaffen prägt die Zusammenarbeit mit einigen der wichtigsten Persönlichkeiten des Jazz, wie Gerry Mulligan, Ron Carter und Randy Brecker. Ted Rosenthal ist Dozent an der Juilliard School und der Manhattan School of Music, New York.
Martin Gjakonovski gilt als einer der profiliertesten Jazzbassisten Europas. Er wirkt auf 200 CD-Produktionen mit und teilte die Bühne mit Dusko Goykovich, Bob Berg, Lynne Arriale, Bireli Lagrene, Richie Beirach, Benny Golson und vielen anderen. Er unterrichtet an der Folkwang Universität der Künste Essen.
Den Schlagzeuger Berthold Möller führten sein großesmusikalisches Gestaltungsvermögen und sein stilistischer Facettenreichtum zur Zusammenarbeit mit so unterschiedlichen Künstlern wie Michael Wollny, Marc Secara und John Lee Hooker Jr. Er ist aktuell zu hören auf dem Bigband-Album „The Planets Jazz“, das für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. Berthold Möller ist Dozent am Musikinstitut der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Gemeinsam mit „Jazz und Improvisierte Musik in die Schule!“ feiert das US-Generalkonsulat Frankfurt mit einer Konzertreihe die kreativen und innovativen Errungenschaften der vergangenen 250 Jahre seit der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Jazz steht dabei exemplarisch für die kulturelle Dynamik und künstlerische Freiheit, die die Vereinigten Staaten geprägt und weltweit inspiriert haben.
Lehrkräfte und Schulklassen sind herzlich zum Konzert eingeladen und erhalten ein Materialpaket zur Vorbereitung im Unterricht.
Music by Ted Rosenthal
Story by Ted Rosenthal
Libretto by Ted and Lesley Rosenthal
Inspired by letters by Herta Rosenthal and family
Additional libretto/lyrics: Barry Singer, E.M. Lewis, Edward Einhorn
Ted Rosenthal (p), Martin Gjakonovski (b), Berthold Möller (dr)
Eine Veranstaltung von „Jazz und Improvisierte Musik in die Schule!“ in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat und Dr. Hoch’s Konservatorium