© Klaus Endel Donnerstag, 15. Januar 2026
Instituto Cervantes
Großer Saal
Beginn: 19:00 Uhr
Einlass ab 18:00 Uhr
Nana Pastorello & NANAUMNana Pastorello & NANAUM
Eintritt: 22,00 €
Ermäßigt: 6,00 €
Mitglieder: 17,00 €
Album Release-Konzert
Zurücklehnen nach einem anstrengenden Tag? Da ist das Album „Nanaum“ der in Deutschland lebenden brasilianischen Sängerin Nana Pastorello genau richtig. Sie bietet mit ihrer deutsch-brasilianischen Band dezente Balladen mit jazzigen Arrangements, so wie im Stück „Estrada Do Sol“, in dem man über eine verlorene Klaviermelodie durch Muschelrasseln die Sonnenstrahlen regelrecht spüren kann. Pastorello singt schmeichlerische Melodien von unterschiedlich bekannten brasilianischen Komponisten, umgarnt von jazzigen Weisen.
Die brasilianische Musik lebt von einer unglaublichen Vielfalt kultureller Einflüsse, Klänge und Rhythmen und verbindet diese und würzt sie mit außerbrasilianischen Zutaten. Das Projekt Nanaum entstand aus dem Wunsch heraus, diesen Reichtum dem deutschen Publikum näher zu bringen. Es will eine Brücke zwischen den Generationen, Stilen und Kulturen schlagen, indem es die gemeinsame Arbeit brasilianischer und deutscher MusikerInnen fördert und anregt.
Nana Pastorello reizt die Frage, wie JazzmusikerInnen die brasilianische MPB (Música Popular Brasileira) aufnehmen und spüren und was sie selbst von deren Erfahrungen in ihren Interpretationen mitnehmen kann. Bossa Nova enthält schon viele Elemente des Jazz und ist weltweit bekannt, aber brasilianische Rhythmen wie Baião, Côco, Boi oder Maxixe sind dem deutschen Publikum weitgehend unbekannt. Das Album „Nanaum“ ist der Auftakt eines umfangreichen Projektes, das dieser wunderbaren Musik gewidmet ist. Die Texte des Albums liegen in deutscher Übersetzung bei, sodass man auch ohne besondere Fremdsprachenkenntnisse einen Einblick in das anspruchsvolle Niveau brasilianischer Songlyrik gewinnen kann.
So erzählt der Baião „Uirapuru“ von einem Vogel im Regenwald, der im Amazonas Gebiet als Glücksbringer angesehen wird. Das rhythmische Stück stammt von Waldemar Henrique aus dem Norden Brasiliens, der noch mit dem bekannten brasilianischen klassischen Musiker Heitor Villa-Lobos arbeitete und sich von den Legenden der Ureinwohner und afro-brasilianischen Rhythmen inspirieren ließ. „Estrada do sol“, ein Canção, stammt dagegen von der Bossa-Nova-Legende Antônio Carlos Jobim, den dieser zusammen mit Dolores Duran schrieb, einer begabten brasilianischen Dichterin und Komponistin, die nur 29 Jahre alt wurde. Die Natur hilft hier, die Traurigkeit zu vertreiben. Im Samba „Coberto de Passado“, einer Komposition von Nana Pastorello, liegen alte Bilder und Briefe auf einem Bett und erinnern an eine Person, von der man keine Zeit hatte, sich zu verabschieden.
Nana Pastorello (voc), Ulli Jünemann (sax), Uli Partheil (p), Ralf Cetto (b), Angela Frontera (dr)
Die angegebenen Preise sind die der Abendkasse; die Preise im Vorverkauf sind incl. der Vvk-Gebühren geringfügig geringer. Keine Reservierungen.
Kulturpass Ffm 1 €. Der ermäßigte Preis gilt für Studenten, Schüler und Auszubildende bis einschl. 30 Jahre.
In Kooperation mit dem Instituto Cervantes Frankfurt
Gefördert von Instituto Cervantes
