Hessisches Jazzpodium 2020 <br/>2. Abend: PreisverleihungBen Knabe / Hessischer Rundfunk

Rückblick:
Sonntag, 27. Sep. 2020

Dr. Hoch’s Konservatorium

Clara Schumann Saal (Gr. Saal)

Hessisches Jazzpodium 2020
2. Abend: PreisverleihungHessisches Jazzpodium 2020
2. Abend: Preisverleihung

1. Konzert des Abends: Schlippenbach / Takase

Die japanische Pianistin Aki Takase begann im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel. Nach großen Erfolgen in den USA lebt sie seit 1987 in Berlin. Sie arbeitet regelmäßig mit ihrem Mann Alexander von Schlippenbach zusammen sowie mit vielen anderen Größen der freien Musik. In verschiedenen Projekten setzt sie sich in wechselnder Besetzung mit Persönlichkeiten der Blues- und Jazzgeschichte auseinander, mit Duke Ellington (1990, 2009), Thelonious Monk (1994), Eric Dolphy (1998, 2014), W.C. Handy (2002), Fats Waller (2004) und Ornette Coleman (2006).

Alexander von Schlippenbach ist einer der kreativen Köpfe der europäischen Jazzszene. Als Avantgarde-Komponist spielt er den Vermittler zwischen zeitgenössischer E-Musik und dem Jazz, er ist ebenso dem Free Jazz eng verbunden und bleibt bei allem, was er macht, wandlungsfähig, lebendig, ein hochsensibler Feingeist. Seit mittlerweile über 70 Jahren sitzt er am Klavier, bis heute leitet er das Global Unity Orchestra, das er in den späten 1960er Jahren gegründet hat. In dieser Zeit hat es weltweit gemeinsame Festivalauftritte gegeben, Tourneen für das Goethe-Institut, Rundfunkkonzerte, Workshops, Tonträgerproduktionen usw.

Bei ihrem gemeinsamen Auftritt werden die beiden großen Musiker vierhändig an einem Klavier Jazzklassiker und eigene Kompositionen präsentieren.

Aki Takase (p), Alexander von Schlippenbach (p)

 

Laudatio und Preisverleihung Hessischer Jazzpreis 2020 an Tony Lakatos

Laudator: Prof. Dr. Rainer Erd

Preisverleihung: Dr. Ulrich Adolphs, stv. Leiter der Kulturabteilung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK)

 

2. Konzert des Abends (ca. 20:45): Tony Lakatos Quintett (Preisträgerkonzert)

Seit mehr als einem Jahrzehnt spielen die Musiker des Tony Lakatos Quintetts den Jazz in einer Art und Weise, die sie am meisten lieben, und den sie deshalb dem Publikum ohne Schnickschnack, aber delikat und expressiv bieten. Bei dem Konzert können Sie sich davon überzeugen, dass diese fünf Musiker keineswegs in Pandemie-Lethargie verfallen sind, sondern all ihre Energie und ihren musikalischen Ausdruck für Abende wie diesen vorhalten. So lange hat sowohl das Publikum als auch das Tony Lakatos Quintett auf ein solches Konzertereignis gewartet, dass die kulturinteressierten Menschen früher als selbstverständlich empfunden haben!

Das Tony Lakatos Quintett wird an diesem Abend in Dr. Hoch’s Konservatorium Kompositionen großer Jazz-Legenden im Programm haben, aber natürlich auch eigene Stücke spielen – und auf diesem Gebiet hat fast jedes Bandmitglied etwas beizutragen. Sicher ist so ein Konzertabend zu kurz, noch mehr von den neuesten, quasi in der Corona-Lage entstandenen Stücke der Komponisten in der Band zu hören. Ganz sicher ist das Setup aber eine geschmackvolle Mischung aus Arrangements von Klassikern des American Songbook, eigenen und vielleicht auch für die Bläser herausfordernden Stücken.

Die Band, das kann man mit Fug und Recht behaupten, ist eine Formation von Freunden des authentisch gespielten Jazz. Tony Lakatos wird der Mann des Abends sein, denn er ist der Preisträger des Hessischen Jazzpreises 2020, eine Auszeichnung, die Lakatos sehr erfreut, aber dennoch fast überrascht entgegennimmt. Für ihn ist die in seinem ganzen Musikerdasein gelebte Flexibilität und das Eingehen auf die Stimmung, die er erzeugen möchte, etwas Selbstverständliches. Das Publikum spürt genau, dass er ganz bei sich selbst ist, insbesondere wenn er sich solistisch einbringt.

Sein kongenialer Partner in Jazz ist Axel Schlosser, der wahlweise seine Trompete oder sein Flügelhorn zum Einsatz bringt. Auch Schlosser hat einen ganz bestimmten Ausdruck mit seinen Instrumenten, der die Zuhörer unmittelbar fasziniert. Darüber hinaus gehört er zu den bereits erwähnten schreibenden Kreativen des Quintetts, denn er komponiert und arrangiert auch für das Quintett.

Was wäre das Tony-Lakatos-Quintett ohne die Time des Schlagzeugers Jean Paul Höchstädter?! Höchstädter, zusammen mit Thomas Heidepriem am Bass und Michael Flügel am Piano, bilden die Rhythmusgruppe des Quintetts. Jeder dieser drei Meister seines Fachs steuert sein besonderes und außergewöhnliches
Talent bei, um den beiden Bläsern Schlosser und Lakatos eine adäquate Plattform zu bieten und um die Konzertbesucher in beste Stimmung zu versetzen.

Das Jazz-Publikum hat diesen fünf gutgelaunten Musikern bisher viele schöne Jazz-Abende zu verdanken. Auch und gerade, weil Tony Lakatos so ein unaufgeregter Bandleader und Ideengeber ist, weil seine Musiker-Freunde im Quintett mit ihm die bestmögliche Umsetzung betreiben, gibt es viele Fans dieser Formation, die sich auch immer wieder gern von neuen Kompositionen und neuen Interpretationen von Standards überraschen lassen.

Als besonderen Gast hat sich Tony den langjährigen Chefdirigenten der hr-Bigband eingeladen. Tony schätzt sich glücklich, dass Jim McNeely die Einladung angenommen hat, und er wird für ein Stück Michael Flügel am Piano ablösen.

Tony Lakatos (ts), Axel Schlosser (trp, flh), Michael Flügel (p), Thomas Heidepriem (b), Jean Paul Höchstädter (dr)
Special Guest: Jim McNeely (p)

Diese Veranstaltung wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), Wiesbaden

Medienpartner: hr2-kultur
Die Veranstaltung wird von hr2-kultur live aufgezeichnet.
Sendetermine:
Tony Lakatos Quintet (Preisträgerkonzert): hr2-kultur Live Jazz | Sa. 12.12.20  19:04 Uhr (danach sieben Tage im Netz)
Aki Takase & Alexander von Schlippenbach: hr2-kultur Live Jazz | Sa. 16.01.21  19:04 Uhr  (danach sieben Tage im Netz)

 

 

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