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Rückblick:
Freitag, 6. Februar 2026

Romanfabrik

Fümms Bö BrassFümms Bö Brass

Die Ursonate, 100 Jahre später – eine Wiederaufführung

Die Welt spielt verrückt und die Kunst gibt dem Wahnsinn eine Form. Vor 100 Jahren fanden sich in verschiedenen europäischen Zentren Künstler und arbeiteten sich an industrieller Revolution und gesellschaftlichen Konflikten ab. Klassische Formen von Kunstverständnis reichten nicht
mehr aus. Sie mussten zertrümmert werden. Die Bewegung trug den Geist des Irrationalen bis in die Welt. Kurt Schwitters schuf mit der Ursonate ein globales Manifest der Grenzüberschreitungen in künstlerisches Neuland.

Die deutsche Posaunistin Anke Lucks hat zu diesem Lautgedicht eine Musik geschrieben, die sich zwischen freier Assoziation und komponierter Strenge bewegt. Die Rezitation wird dabei zur lautmalerischen Rhythmusmaschine, an die sich die Musik anpasst.

Ist Dada heute noch von Bedeutung?
Ja! DA! Nach dem Ersten Weltkrieg hat Dada seine Reise von Zürich aus nach New York und Berlin angetreten, von wo aus sich die Bewegung besonders in die großen Städte Deutschlands verbreitete. Dada hat bis heute Auswirkungen auf die Kunstwelt und Literatur. Damals wie heute versucht DADA mit seinem Un-Sinn Sinn in eine Welt zu bringen, die keinen Sinn macht – wie es der New Yorker Musiker David Byrne in seinen Erläuterungen zu seiner Interpretation von Hugo Balls „Gadji beri bimba“ ausführt (Titel bei Byrne: I Zimbra). Und auch heute macht die Welt für viele Sensible Menschen keinen wirklichen Sinn.

Thomas Krüger (voice), Nikolaus Neuser (tp), Gerhard Gschlössl (tb), Anke Lucks (tb, comp), Silke Eberhard (as), Patrick Braun (ts)

Solidarisches Preissystem. Solidarisches Preissystem mit 27 Euro (Förderpreis), 22 Euro (regulärer Preis), 17 Euro (Minimalpreis), 6 Euro (Schüler*innen + Studierende). Sie haben die Wahl.
Tickets im Vvk und an der AK, 6 € Studenten/Schüler; Reservierungen sind nicht möglich. Kulturpass-Inhaber werden gebeten, sich bei der Romanfabrik vorab anzumelden (s. vorstehender Link).

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik